Opel Astra Electric im Test: Der elektrische Kompaktwagen mit Fokus auf europäischen Fahrstil und niedrigen Kraftstoffverbrauch
Wir analysieren den Opel Astra Electric, einen europäischen Elektro-Kompaktwagen mit 156 PS, einer 58-kWh-Batterie und einer Reichweite von rund 450 km. Wir vergleichen ihn mit dem Volkswagen ID.3, um zu prüfen, ob sein Startpreis von 39.900 € gerechtfertigt ist.
Europäische Elektro-Kompaktwagen kämpfen seit Jahren gegen asiatische Konkurrenten mit aggressiven Preisen. In diesem Segment hat der Opel Astra Electric einen klaren Vorteil: Fahrdynamik nach europäischem Vorbild, ein vernünftiger Kraftstoffverbrauch und ein Preis, der zwar nicht günstig, aber dennoch unter der psychologischen Grenze von 40.000 € liegt. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieses Gesamtpaket für spanische Autofahrer auszahlt, die einen Umstieg auf Elektromobilität erwägen.
Opel Astra Electric im Test: Warum er heute relevant ist
Der Astra Electric ist kein Auto, das mit seiner Leistung prahlt. Weder im Design, noch in der Reichweite. Und doch bietet er auf dem Papier alles, was die meisten Stadt- und Vorstadtfahrer brauchen: rund 450 km WLTP-Reichweite, 156 PS, die für den Alltag ausreichen, und eine ausgereifte STLA Medium-Plattform (die auch im Peugeot e-308 zum Einsatz kommt).
Meiner Meinung nach liegt seine größte Stärke darin, dass es nicht versucht, etwas zu sein, was es nicht ist. Es verspricht weder 500 km Reichweite noch 200 PS. Es verspricht einen gut gemachten europäischen Kompaktwagen. Und in einem Segment, das von übertriebenen Versprechungen nur so wimmelt, ist das eine willkommene Abwechslung.
Außendesign: Das Visier als Markenzeichen
Das Design des Astra Electric orientiert sich an der Formensprache der konventionellen Astra-Reihe. Der Opel Vizor – die schwarze Leiste, die die LED-Scheinwerfer verbindet – prägt die Frontpartie und verleiht ihr einen modernen, zeitlosen Look. Es ist ein unaufdringliches Auto mit ausgewogenen Proportionen und ohne unnötige Verzierungen.
Details wie die glänzend schwarzen Radläufe und die spezifischen Embleme der Elektroversion unterscheiden sie dezent vom Astra mit Verbrennermotor. Keine aggressiven Designelemente oder grelles Neonblau. Eine willkommene Abwechslung.
Interieur und Wohnkomfort: Europäische Kabine, gute Ergonomie
Im Innenraum des Astra Electric kommt das Pure Panel zum Einsatz: Zwei 10-Zoll-Bildschirme sind in einer Einheit integriert, darunter befinden sich physische Tasten zur Klimatisierung. Letzteres ist – unserer Meinung nach – ein absolutes Highlight. Keine verschachtelten Menüs, um die Temperatur um ein Grad zu erhöhen.
Die vom Verband für Rückenstütze (AGR) zertifizierten Vordersitze gehören zu den besten in ihrem Segment. Der Platz im Fond ist ausreichend, aber nicht außergewöhnlich: Der durch die Batterie erhöhte Boden schränkt die Beinfreiheit für größere Passagiere etwas ein. Der Kofferraum ist mit 352 Litern kleiner als der des ID.3 (385 Liter). Im Stadtverkehr ist das kein Problem, sollte aber bedacht werden.
Motor, Leistung und dynamisches Verhalten
Der einzige verfügbare Motor leistet 120 kW / 156 PS und 270 Nm Drehmoment. Im Vergleich zum Basismodell MG4 sind das bescheidene Werte, aber für ein komfortables Fahrgefühl völlig ausreichend. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in rund 9,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf etwa 170 km/h begrenzt.
Unterwegs liefert der Astra Electric das versprochene europäische Fahrgefühl: präzise Lenkung, souveränes Kurvenverhalten und ein gut abgestimmtes Fahrwerk auf unebenen Straßen. Er ist zwar kein Auto für kurvenreiche Bergstraßen, vermittelt aber dennoch ein solides Fahrgefühl. Unserer Meinung nach ist er dem ID.3 in puncto Gesamtfahrgefühl überlegen.
Autonomie und realer Konsum
Die nutzbare Batterie mit 58 kWh Kapazität ermöglicht eine WLTP-Reichweite von ca. 450 km. Im praktischen Fahrbetrieb, bei milden Temperaturen und gemischter Fahrweise (60 % Stadt, 40 % Autobahn), liegt die Reichweite bei etwa 380–400 km. Auf der Autobahn bei 120 km/h sinkt sie auf ca. 320 km. Der durchschnittliche Verbrauch im realen Fahrbetrieb beträgt je nach Nutzung zwischen 15 und 17 kWh/100 km.
Für eine Fahrt von Madrid nach Valencia (355 km) kommen Sie rechtzeitig an. Bei täglichen Pendelstrecken im Stadtverkehr von 40–50 km laden Sie den Akku einmal pro Woche auf und können sofort losfahren.
| Leistung kW | CV-Leistung | Geschwindigkeit max. | Autonomie | Verbrauch | Etikett | Kraftstoff |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 120 kW | 156 CV | ≈170 km/h | ≈450 km | ≈15 kWh/100 km | 0 Sendungen | elektrisch |
Laden: Gleichstrom bis zu 100 kW, Wechselstrom bis zu 11 kW
Beim Gleichstrom-Schnellladen akzeptiert das Fahrzeug bis zu 100 kW, wodurch der Akku in etwa 30 Minuten von 20 auf 80 % geladen werden kann. Es ist zwar nicht der Maßstab in seinem Segment – das haben wir bereits in unserem Ranking der Elektro-Kompaktwagen mit den schnellsten Ladezeiten behandelt –, aber für gelegentliche Fahrten völlig ausreichend. Mit Wechselstrom-Schnellladen ermöglicht die dreiphasige Leistung von 11 kW eine vollständige Ladung in etwa 6 Stunden.
Technik und Ausstattung
Zur Serienausstattung gehören diverse Fahrerassistenzsysteme mit Notbremsassistent, aktivem Spurhalteassistenten, adaptivem Tempomat und Verkehrszeichenerkennung. IntelliLux LED-Matrix-Scheinwerfer sind optional erhältlich, aber für Nachtfahrten dringend zu empfehlen.
Das Infotainmentsystem mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto funktioniert einwandfrei. Auf das integrierte Navigationssystem kann man ehrlich gesagt getrost verzichten.
Preis und Versionen
Der Opel Astra Electric ist ab ca. 39.900 € (unverbindliche Preisempfehlung) für die Edition-Version erhältlich. Die GS Line ist etwas teurer und bietet zusätzliche optische Highlights und technische Ausstattung. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers handelt, die keine Händlerrabatte, Sonderangebote oder staatliche Förderungen beinhalten.
Opel Astra Electric vs. Volkswagen ID.3
Der natürliche Showdown. Der Volkswagen ID.3 Pro verfügt über eine 58-kWh-Batterie, leistet rund 150 kW / 204 PS und hat eine WLTP-Reichweite von ca. 425 km. Sein Preis beginnt bei rund 40.000 €. Er ist leistungsstärker, hat einen etwas größeren Kofferraum, bietet aber ein weniger kultiviertes Fahrgefühl und wirkt bei einigen Kunststoffen im Innenraum qualitativ fragwürdig.

Volkswagen ID.3 Pro — ab ca. 40.000 €
| Leistung kW | CV-Leistung | Geschwindigkeit max. | Autonomie | Verbrauch | Etikett | Kraftstoff |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 150 kW | 204 CV | ≈160 km/h | ≈425 km | ≈15,5 kWh/100 km | 0 Sendungen | elektrisch |
Vergleichsübersichtstabelle
| Modell | Macht | Autonomie | Preis ab | Verbrauch | Partitur |
|---|---|---|---|---|---|
| Opel Astra elektrisch | 156 CV | ≈450 km | ≈39.900 € | ≈15 kWh/100 km | 8/10 |
| Volkswagen ID.3 Pro | 204 CV | ≈425 km | ≈40.000 € | ≈15,5 kWh/100 km | 7,5/10 |
Urteil: Lohnt sich der Astra Electric?
Ja, mit einigen Unterschieden. Wer einen gut verarbeiteten europäischen Elektro-Kompaktwagen mit komfortablem Fahrverhalten und niedrigem Verbrauch sucht, ist mit dem Astra Electric gut beraten. Legt man hingegen Wert auf hohe Leistung oder den größten Kofferraum seiner Klasse, ist der ID.3 möglicherweise die bessere Wahl. Für den durchschnittlichen spanischen Autofahrer – 35–45 km täglich, gelegentlich längere Fahrten, Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz – ist der Opel jedoch ideal.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die reale Reichweite des Opel Astra Electric?
Die WLTP-Reichweite beträgt ca. 450 km. Im realen Fahrbetrieb mit gemischter Nutzung erreicht das Fahrzeug etwa 380–400 km. Auf der Autobahn sinkt die Reichweite bei einer konstanten Geschwindigkeit von 120 km/h auf ca. 320 km.
Wie lange dauert das Aufladen des Opel Astra Electric?
Es akzeptiert bis zu 100 kW Gleichstrom, sodass eine Ladung von 20–80 % in etwa 30 Minuten abgeschlossen ist. Mit 11 kW Wechselstrom dauert eine vollständige Ladung etwa 6 Stunden.
Welcher ist besser, der Opel Astra Electric oder der Volkswagen ID.3?
Es kommt auf den Verwendungszweck an. Der ID.3 bietet mehr Leistung (204 PS gegenüber 156 PS) und einen etwas größeren Kofferraum. Der Astra Electric punktet mit Fahrgefühl, wahrgenommener Qualität und Kraftstoffverbrauch. Beide Modelle haben einen Einstiegspreis von rund 40.000 €.
Ist ein Opel Astra Electric eine kostengünstige Alternative zu einem Hybrid-Kompaktwagen?
Wenn Sie mehr als 15.000 km pro Jahr fahren und zu Hause laden können, dann ja. Die Kosten pro 100 km sinken beim Laden außerhalb der Spitzenzeiten auf etwa 3–4 €, verglichen mit 8–10 € bei einem Hybridfahrzeug. Die anfänglichen Mehrkosten amortisieren sich in etwa 4–5 Jahren.
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