China zählt 142 Milliarden Bäume: Die ehrgeizigste Waldzählung der Welt

Alberto Noriega     März 30 2025     4 min.
China zählt 142 Milliarden Bäume: Die ehrgeizigste Waldzählung der Welt

China hat seine Bäume mithilfe von Lasertechnologie gezählt und kam zu dem Ergebnis, dass es im ganzen Land insgesamt 142.6 Milliarden Bäume gibt. Die innovative Studie, veröffentlicht in Wissenschaftsbulletin, wurde vom Team von Professor Qinghua Guo an der Peking-Universität durchgeführt, wobei LiDAR-Daten und Algorithmen der künstlichen Intelligenz kombiniert wurden, um eine hochauflösende Karte zu erstellen. Die Ergebnisse liefern ein detailliertes Bild der Walddichte und -verteilung, die für die ökologische Wiederherstellung und die Bekämpfung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung sind. Zum ersten Mal hat ein ganzes Land seinen Waldbestand mit dieser Präzision digitalisiert.

Laser vom Himmel

Um die genaueste Waldzählung in der Geschichte Chinas durchzuführen, nutzten Wissenschaftler auf Drohnen montierte LiDAR-Technologie, um mehr als 76,000 Waldflächen im ganzen Land zu scannen. Das System nutzte Lidar360, eine spezielle, auf künstlicher Intelligenz basierende Software, die 400 Terabyte Daten verarbeitete, um Bäume aus der Luft zu identifizieren. Diese revolutionäre Methode lässt die traditionelle Bodenprobenahme hinter sich und ermöglicht umfangreiche und detaillierte Analysen in Rekordzeit.

Das Ergebnis ist eine Baumdichtekarte mit einer Auflösung von 100 Metern, ein beispielloses wissenschaftliches Instrument zur Bewertung von Kohlenstoffsenken, zur Planung von Wiederaufforstungsprojekten und zur Überwachung der Gesundheit von Ökosystemen. Diese Art der automatisierten Überwachung markiert einen Wendepunkt in der Forstverwaltung., insbesondere in einem Land, das im nächsten Jahrzehnt 70 Milliarden Bäume pflanzen und wieder aufforsten will.

Ein Wald, der ungleichmäßiger ist als erwartet

Die Ergebnisse der Studie offenbaren überraschende Muster. Mehr als 60 % der Bäume Chinas stehen in Nadelwäldern der kühl-gemäßigten Zone mit einer durchschnittlichen Dichte von 720 Bäumen pro Hektar. Dies entspricht etwa 87.9 Milliarden Bäumen, die sich hauptsächlich im Nordosten und in den Bergregionen des Südwestens konzentrieren. Provinzen wie Sichuan, Heilongjiang, Yunnan und Guangxi beherbergen jeweils mehr als eine Milliarde Bäume, was zusammen 32 % der landesweiten Gesamtanzahl entspricht.

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Tibet zeichnet sich durch die größte Anzahl an Bäumen pro Person aus: fast 2,000. Auf hydrografischer Ebene Das Jangtse-Becken führt mit 496 Millionen Bäumen, während die Becken im Südosten, Südwesten und Perlfluss jeweils über eine Milliarde liegen. Diese Daten verdeutlichen die ungleiche Verteilung der Waldressourcen und bieten eine konkrete Grundlage für die Entwicklung von Naturschutzmaßnahmen, die auf die Besonderheiten der einzelnen Regionen zugeschnitten sind.

Einschränkungen zwischen den Tassen

Trotz des technologischen Fortschritts weist die Studie auf einige Einschränkungen hin. LiDAR-Systeme können Bäume, die unter dichten Baumkronen wachsen, nicht genau erkennen., wie etwa im Unterholz oder kleinere in tropischen Gebieten. Dies bedeutet, dass die Anzahl in sehr bewaldeten Gebieten unterschätzt werden könnte. Darüber hinaus gibt es Abweichungen zu früheren Daten: Die neunte nationale Waldressourceninventur (2019) schätzte 426 Bäume pro Acre, verglichen mit den 279 Bäumen pro Acre, die das neue Modell nahelegt.

Forscher gehen jedoch davon aus, dass diese Unterschiede auf präzisere und spezifischere Methoden zurückzuführen sind. Künstliche Intelligenz ermöglicht eine kontinuierliche Verfeinerung der Vorhersagemodelle und die Kompensation von Fehlern bei zukünftigen Messungen. Durch die Fusion mit Felddaten und die Einbeziehung bodengestützter Sensoren könnte die Genauigkeit künftiger Volkszählungen weiter verbessert werden.

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Waldintelligenz für die Zukunft

Darüber hinaus betrachten chinesische Wissenschaftler dieses Projekt als strategisches Instrument zur Erreichung ihrer ehrgeizigen Umweltziele. Durch die Verknüpfung von Baumdichtedaten mit klimatischen, topografischen und Bodenvariablen, Die Standorte neuer Plantagen können optimiert, zerstörte Ökosysteme wiederhergestellt und die Kohlenstoffbindung maximiert werden.

China hat sich verpflichtet, bis 70 2035 Milliarden Bäume zu pflanzen, und diese Kartierung wird als Fahrplan für diese Bemühungen dienen. Außerdem, Das chinesische Modell könnte andere Länder mit großen Waldflächen dazu inspirieren, ihre Vegetation zu digitalisieren., vom brasilianischen Amazonasgebiet bis zu den borealen Wäldern Kanadas. In einer Welt, die mit der globalen Erwärmung zu kämpfen hat, ist die genaue Zählung der Bäume keine wissenschaftliche Kuriosität mehr: Sie ist eine strategische Notwendigkeit.

Der Wald als lebendige Daten

Diese Waldzählung markiert ein Vorher und Nachher in unserer Beziehung zu Ökosystemen. Dank der Kombination von Drohnen, Lasern und künstlicher Intelligenz Bäume sind nicht mehr nur Teil der Landschaft: Sie stellen heute auch verwertbare, dynamische und strategische Daten dar. Diese algorithmische Sicht auf die Natur wird es uns ermöglichen, nicht nur das zu schützen, was bereits existiert, sondern auch vorherzusehen, wie sich Wälder angesichts des Klimawandels verhalten werden.

Mit dieser Karte von 142.6 Milliarden Bäumen hat China nicht nur seinen natürlichen Reichtum demonstriert, sondern auch einen Schritt vorwärts in der ökologischen Governance des XNUMX. Jahrhunderts gemacht. Die Zukunft des Naturschutzes liegt in der Luft, zwischen Datenwolken und lasergescannten Baumkronen.

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